In der Mopedversicherung der Allianz-Kfz-Versicherung gehen Ersatzansprüche gegen Dritte bis zur Höhe der erbrachten Leistung auf den Versicherer über. Erfahren Sie, welche Obliegenheiten Sie dabei beachten müssen, was bei Personen in häuslicher Gemeinschaft gilt und welche Folgen eine Verletzung der Obliegenheiten haben kann.
Hinweis: Beachten Sie zur Möglichkeit der Rückforderung unserer Leistung von einem berechtigten Fahrer in der Kfz-Kaskoversicherung die Sonderregelung in Teil A Baustein Kaskoversicherung Ziffer 7.
Wann gehen Ihre Ansprüche gegen Dritte auf uns über und welche Obliegenheiten müssen Sie dabei beachten?
(1) Übergang von Ersatzansprüchen
Wenn Ihnen ein Ersatzanspruch gegen einen Dritten zusteht, geht dieser Anspruch auf uns über. Dies gilt nur bis zu der Höhe, in der wir den Schaden ersetzen. Der Übergang kann nicht zu Ihrem Nachteil geltend gemacht werden.
Wenn sich Ihr Ersatzanspruch gegen eine Person richtet, mit der Sie bei Eintritt des Schadens in häuslicher Gemeinschaft leben, gilt: Wir können den übergegangenen Anspruch gegen diese Person nur geltend machen, wenn sie den Schaden vorsätzlich verursacht hat.
(2) Ihre Obliegenheiten im Zusammenhang mit Ersatzansprüchen
- Sie müssen einen Ersatzanspruch oder ein zur Sicherung dieses Anspruchs dienendes Recht unter Beachtung der geltenden Form und Fristvorschriften wahren.
- Nachdem der Anspruch auf uns übergegangen ist, müssen Sie uns bei der Durchsetzung des Anspruchs unterstützen, soweit dies erforderlich ist.
Dieses Abtretungsverbot gilt nicht, soweit ein Anspruch auf Geldleistung betroffen ist und Sie Verbraucher sind.
(3) Folgen von Obliegenheitsverletzungen
Abweichend von Teil B Ziffer 2 gilt bei Verletzung der Obliegenheiten nach Absatz 2 Folgendes:
- Wenn Sie die Obliegenheiten vorsätzlich verletzen, sind wir insoweit nicht zur Leistung verpflichtet, als wir aufgrund Ihrer Obliegenheitsverletzung von dem Dritten keinen Ersatz erlangen können.
- Wenn Sie die Obliegenheiten grob fahrlässig verletzen und wir deshalb von dem Dritten keinen Ersatz verlangen können, können wir unsere Leistung lediglich kürzen.
Die Kürzung richtet sich nach der Schwere Ihres Verschuldens. Eine Kürzung unterbleibt, wenn Sie nachweisen, dass keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt.
Was bedeutet das konkret?
Reguliert die Versicherung einen Schaden, für den eigentlich ein anderer verantwortlich ist, kann sie sich das gezahlte Geld bei diesem Dritten zurückholen. Dazu geht Ihr Anspruch gegen den Verursacher auf den Versicherer über. Sie sind gehalten, diesen Anspruch zu sichern und den Versicherer bei der Durchsetzung zu unterstützen. Wer in Ihrem Haushalt lebt, ist besonders geschützt: Gegen diese Personen kann der Versicherer nur bei vorsätzlicher Schadensverursachung vorgehen.
Häufige Fragen
In welcher Höhe geht mein Anspruch gegen einen Dritten über?
Der Anspruch geht nur bis zu der Höhe über, in der die Allianz den Schaden ersetzt. Der Übergang darf nicht zu Ihrem Nachteil geltend gemacht werden.
Was gilt, wenn der Verursacher mit mir in häuslicher Gemeinschaft lebt?
Richtet sich Ihr Ersatzanspruch gegen eine Person, mit der Sie bei Eintritt des Schadens in häuslicher Gemeinschaft leben, kann der übergegangene Anspruch nur geltend gemacht werden, wenn diese Person den Schaden vorsätzlich verursacht hat.
Welche Obliegenheiten habe ich beim Ersatzanspruch?
Sie müssen den Ersatzanspruch oder ein zu seiner Sicherung dienendes Recht unter Beachtung der geltenden Form- und Fristvorschriften wahren. Nach dem Übergang müssen Sie den Versicherer bei der Durchsetzung unterstützen, soweit dies erforderlich ist.
Welche Folgen hat eine Verletzung dieser Obliegenheiten?
Bei vorsätzlicher Verletzung ist die Allianz insoweit nicht zur Leistung verpflichtet, als sie deshalb vom Dritten keinen Ersatz erlangen kann. Bei grob fahrlässiger Verletzung kann die Leistung entsprechend der Schwere des Verschuldens gekürzt werden. Eine Kürzung unterbleibt, wenn Sie nachweisen, dass keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt.
Inhalte aus: Dokumentenversion (Veröff. Jahr): 2025