Im Tarif Zahn75 der Krankenzusatzversicherung der Allianz erfährst du, wann die Leistungspflicht ausgeschlossen ist – etwa bei Kriegsereignissen, Wehrdienstbeschädigungen, vorsätzlich herbeigeführten Schäden oder Behandlungen durch nahe Angehörige. Außerdem wird erklärt, in welchen Fällen die Leistungen auf einen angemessenen Betrag herabgesetzt werden können.
In welchen Fällen ist unsere Leistungspflicht ausgeschlossen?
Wir leisten nicht
- a) für Krankheiten, Krankheitsfolgen oder Unfallfolgen, die durch Kriegsereignisse verursacht worden sind. Wir leisten dennoch, wenn die →versicherte Person außerhalb Deutschlands vom Eintritt des Kriegsereignisses überrascht wird und objektiv aus Gründen, die sie nicht zu vertreten hat, am Verlassen des betroffenen Gebiets verhindert ist. Terroristische Anschläge gehören nicht zu den Kriegsereignissen nach Satz 1.
- b) für Krankheiten, Krankheitsfolgen oder Unfallfolgen, die als Wehrdienstbeschädigung anerkannt worden sind.
- c) für Krankheiten und Unfälle, die die →versicherte Person bei sich selbst vorsätzlich herbeigeführt hat, einschließlich deren Folgen.
- d) wenn die Behandlung durch Ärzte, Zahnärzte, in Krankenhäusern oder in medizinischen Versorgungszentren durchgeführt wird, deren Rechnungen wir aus wichtigem Grund vom Aufwendungsersatz ausgeschlossen haben. Dies setzt voraus, dass wir Sie vor Eintritt des Versicherungsfalls über den Leistungsausschluss benachrichtigt haben. Sofern zum Zeitpunkt der Benachrichtigung ein →schwebender Versicherungsfall vorliegt, sind wir nicht leistungspflichtig für die Aufwendungen, die nach Ablauf von 3 Monaten seit der Benachrichtigung entstanden sind.
- e) für Behandlungen durch Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Eltern oder Kinder. Nachgewiesene Sachkosten und Auslagen ersetzen wir tarifgemäß.
- f) für Zuzahlungen im Sinne von § 61 des Fünften Buchs Sozialgesetzbuch (SGB V).
In welchen Fällen können wir unsere Leistungen auf einen angemessenen Betrag herabsetzen?
(1) Unser Recht zur Herabsetzung unserer Leistungen
Wir können unsere Leistungen auf einen angemessenen Betrag herabsetzen,
- wenn eine Heilbehandlung oder sonstige Maßnahme, für die Leistungen vereinbart worden sind, das medizinisch notwendige Maß übersteigt oder
- wenn für eine medizinisch notwendige Heilbehandlung oder für sonstige Maßnahmen, für die Leistungen vereinbart worden sind, eine unangemessen hohe Vergütung berechnet wird.
(2) Bemessungskriterien zur Bestimmung der angemessenen Vergütung
Aufwendungen nach
- der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und
- der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ)
sind nur angemessen, wenn sie nach den dort festgelegten Bemessungskriterien medizinisch gerechtfertigt sind. Andere Aufwendungen für Behandlung in Deutschland gelten als angemessen, wenn sie das in Deutschland übliche Maß nicht übersteigen. Aufwendungen für Behandlung im Ausland (siehe dazu Ziffer 2.2.3) gelten als angemessen, wenn sie das dort ortsübliche Maß, jedoch maximal das in Deutschland übliche Maß, nicht übersteigen.
Was bedeutet das konkret?
In bestimmten Situationen zahlt der Tarif nicht – zum Beispiel bei Schäden aus Kriegsereignissen, anerkannten Wehrdienstbeschädigungen, vorsätzlich selbst herbeigeführten Krankheiten oder Unfällen sowie bei Behandlungen durch enge Familienangehörige. Zusätzlich kann die Erstattung gekürzt werden, wenn eine Behandlung über das medizinisch notwendige Maß hinausgeht oder die berechnete Vergütung unangemessen hoch ist. Diese Erläuterung ist eine unverbindliche Lesehilfe; maßgeblich bleiben die genannten Regelungen.
Häufige Fragen
Zahlt der Tarif bei Schäden durch Kriegsereignisse?
Grundsätzlich nein. Ausnahme: Wenn die versicherte Person außerhalb Deutschlands vom Eintritt des Kriegsereignisses überrascht wird und objektiv aus Gründen, die sie nicht zu vertreten hat, am Verlassen des betroffenen Gebiets verhindert ist, wird dennoch geleistet. Terroristische Anschläge gelten nicht als Kriegsereignisse.
Werden Behandlungen durch Familienangehörige erstattet?
Für Behandlungen durch Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Eltern oder Kinder wird nicht geleistet. Nachgewiesene Sachkosten und Auslagen werden jedoch tarifgemäß ersetzt.
Wann können die Leistungen herabgesetzt werden?
Die Leistungen können auf einen angemessenen Betrag herabgesetzt werden, wenn eine Heilbehandlung oder sonstige Maßnahme das medizinisch notwendige Maß übersteigt oder wenn dafür eine unangemessen hohe Vergütung berechnet wird.
Wann gelten Aufwendungen als angemessen?
Aufwendungen nach GOÄ und GOZ sind nur angemessen, wenn sie nach den dort festgelegten Bemessungskriterien medizinisch gerechtfertigt sind. Andere Aufwendungen in Deutschland gelten als angemessen, wenn sie das übliche Maß nicht übersteigen. Aufwendungen für Behandlungen im Ausland gelten als angemessen, wenn sie das ortsübliche Maß, jedoch maximal das in Deutschland übliche Maß, nicht übersteigen.
Was gilt bei vorsätzlich herbeigeführten Krankheiten oder Unfällen?
Für Krankheiten und Unfälle, die die versicherte Person bei sich selbst vorsätzlich herbeigeführt hat, wird einschließlich der Folgen nicht geleistet.