Beim Krankenhaustagegeld der Allianz Krankenzusatzversicherung erfahren Sie, wann Leistungen fällig werden, welche Bescheinigung über die stationäre Heilbehandlung als Nachweis nötig ist, an wen ausgezahlt wird und welches Recht auf Offenlegung von Gutachten und Stellungnahmen besteht.
Inhalt dieses Abschnitts:
- Wann werden unsere Leistungen fällig?
- Welcher Nachweis ist erforderlich?
- An wen können wir die Leistung erbringen?
- Was gilt für Überweisungs- und Übersetzungskosten?
- Welches Recht auf Offenlegung besteht bei Gutachten und Stellungnahmen und wer muss solche Unterlagen bezahlen?
Wann werden unsere Leistungen fällig?
(1) Fälligkeit unserer Leistungen
Wir erbringen unsere Leistungen, nachdem wir die Erhebungen abgeschlossen haben, die zur Feststellung des Versicherungsfalls und des Umfangs unserer Leistungspflicht notwendig sind. Dies setzt voraus, dass uns die hierzu erforderlichen Nachweise (siehe Ziffer 1.2.2) vorliegen. Diese werden unser Eigentum.
(2) Ihr Anspruch auf Abschlagszahlung bei Geldleistungen
Wenn unsere Erhebungen nicht innerhalb eines Monats nach Anzeige des Versicherungsfalls abgeschlossen sind, können Sie Abschlagszahlungen in Höhe des Betrags verlangen, den wir voraussichtlich mindestens zahlen müssen. Verzögern sich jedoch unsere Erhebungen durch Ihr Verschulden, verlängert sich die Monatsfrist entsprechend.
Welcher Nachweis ist erforderlich?
Wenn Sie Krankenhaustagegeld geltend machen, ist als Nachweis im Sinne von Ziffer 1.2.1 Absatz 1 eine Bescheinigung über die stationäre Heilbehandlung einzureichen. Die Bescheinigung muss insbesondere folgende Angaben enthalten:
- Name der behandelten Person,
- Bezeichnung der Krankheit,
- das Datum der Aufnahme und der Entlassung sowie
- Daten eventueller Beurlaubungstage.
An wen können wir die Leistung erbringen?
Wir leisten an Sie oder denjenigen, der die erforderlichen Nachweise einreicht. Wenn wir begründete Zweifel an der Legitimation des Überbringers haben, werden wir nur an Sie leisten.
Was gilt für Überweisungs- und Übersetzungskosten?
Die Überweisung der Versicherungsleistungen ist für Sie kostenfrei, wenn Sie uns ein Inlandskonto benennen. Die Kosten für Überweisungen auf Konten im Ausland sowie für die Übersetzung von Nachweisen können von den Leistungen abgezogen werden.
Welches Recht auf Offenlegung besteht bei Gutachten und Stellungnahmen und wer muss solche Unterlagen bezahlen?
(1) Recht auf Auskunft und Einsichtnahme (Offenlegung)
Wir legen Gutachten und Stellungnahmen (Unterlagen) offen. Die Offenlegung erfolgt durch Auskunft an und Einsichtnahme durch die berechtigte Person (siehe dazu Absatz 2).
Die Offenlegung setzt voraus, dass wir die Unterlage eingeholt haben, weil wir unsere Leistungspflicht über die Notwendigkeit einer medizinischen Behandlung prüfen.
(2) Berechtigte Personen
Die Offenlegung kann nur von der Person geltend gemacht werden, auf die sich die Unterlage bezieht (betroffene Person). An ihrer Stelle kann dies auch ihr gesetzlicher Vertreter verlangen.
Unter dieser Voraussetzung legen wir folgenden Personen die Unterlage offen:
- der versicherten Person oder ihrem gesetzlichen Vertreter. Das gilt nicht, wenn dieser Offenlegung erhebliche therapeutische oder sonstige erhebliche Gründe entgegenstehen.
- einem uns benannten Arzt oder Rechtsanwalt.
(3) Unsere Kostentragung
Wenn wir die Unterlage selbst einholen, tragen wir die Kosten.
Wenn Sie das Gutachten oder die Stellungnahme eingeholt haben, weil wir das verlangt haben, ersetzen wir Ihnen die dafür entstandenen Aufwendungen.
Dokumentenversion (Veröff. Jahr): 2022
Was bedeutet das konkret?
Diese unverbindliche Lesehilfe fasst zusammen: Ihr Krankenhaustagegeld wird ausgezahlt, sobald der Versicherer den Fall geprüft hat und ihm die nötigen Nachweise vorliegen. Als Nachweis dient eine Bescheinigung über den Krankenhausaufenthalt. Zieht sich die Prüfung länger hin, können Sie eine Abschlagszahlung verlangen. Bei einem Inlandskonto ist die Überweisung für Sie kostenfrei. Zudem können Sie Einblick in Gutachten und Stellungnahmen erhalten, die zu Ihrem Fall eingeholt wurden.
Häufige Fragen
Wann wird das Krankenhaustagegeld ausgezahlt?
Die Leistung wird erbracht, nachdem der Versicherer die Erhebungen zur Feststellung des Versicherungsfalls und des Umfangs der Leistungspflicht abgeschlossen hat. Voraussetzung ist, dass die erforderlichen Nachweise vorliegen.
Welchen Nachweis muss ich für das Krankenhaustagegeld einreichen?
Erforderlich ist eine Bescheinigung über die stationäre Heilbehandlung. Sie muss insbesondere Name der behandelten Person, Bezeichnung der Krankheit, Datum der Aufnahme und Entlassung sowie Daten eventueller Beurlaubungstage enthalten.
Kann ich eine Abschlagszahlung verlangen?
Ja. Sind die Erhebungen nicht innerhalb eines Monats nach Anzeige des Versicherungsfalls abgeschlossen, können Sie Abschlagszahlungen in Höhe des Betrags verlangen, der voraussichtlich mindestens zu zahlen ist. Bei eigenem Verschulden verlängert sich die Monatsfrist entsprechend.
Fallen bei der Auszahlung Kosten an?
Die Überweisung ist für Sie kostenfrei, wenn Sie ein Inlandskonto benennen. Die Kosten für Überweisungen auf Konten im Ausland sowie für die Übersetzung von Nachweisen können von den Leistungen abgezogen werden.
Kann ich Gutachten und Stellungnahmen einsehen?
Ja. Der Versicherer legt Gutachten und Stellungnahmen durch Auskunft und Einsichtnahme offen. Berechtigt ist die betroffene Person oder ihr gesetzlicher Vertreter; die Offenlegung kann auch an einen benannten Arzt oder Rechtsanwalt erfolgen. Sie unterbleibt, wenn erhebliche therapeutische oder sonstige erhebliche Gründe entgegenstehen.